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Chaos and the City.

Wie ihr meinem WochenRicblick bereits entnehmen konntet, war die letzte Woche sehr ereignisreich.
Mein ganz persönliches Kopfchaos und meine gnadenlose Verpeiltheit haben dabei mehr als einmal zugeschlagen und versucht die Glücksgefühle in meinem Körper mit Stress zu eliminieren.
Dabei stressen tut mich jedoch nicht die Menge der Aufgaben, der ich mich stelle, sondern mehr ich selber.

all dressed in Denim / Dirndl Liebe Crown / American Tourister 

 

Flughafen, Taxi, UbahnMünchen, Berlin, Salzburg-ItalienShooting-Interview-Fernsehdreh-Events – ich war in der vergangenen Woche überall, nur nicht zu Hause (und das auch wenn dann bloss für einen Outfitwechsel) und habe so viel machen dürfen, dass es mir fast nicht aufgefallen wäre was ich diese Woche alles verbockt habe.
Und das war echt eine beachtliche Menge – ich habe es nicht nur geschafft mir meinen Lieblingshut vom Kopf wehen zu lassen um kurz darauf meine Kopfhörer zu verlieren (Herzstillstand!), nein, ich habe es auch fertig gebracht meine EC Karte zu verlieren und mich auszusperren.

Vic Matie Bag / Mavi Leather Pants
Ich bin in der letzten Woche sechs Mal am Flughagen gewesen und bin immer wieder erleichtert, wenn ich im Flugzeug platznehmen darf und ich die Gewissheit habe, die Sicherheitskontrolle überstanden zu haben und auch meinen Ausweis (noch) nicht verloren habe.
Ich bin dann so erleichtert, dass ich es nicht mal merke zwischen einen übergewichtigen Geschäftsmann und ein schreiendes Baby gesetzt zu werden, im Gegenteil ich schlafe seelenruhig ein um die zwei Stunden Schlaf aufzustocken, die ich in der Nacht vorlegen konnte.
Am Ziel angekommen, darf ich dann auch schon feststellen, dass ich neben meinem Akkuladegerät auch meinen Haustürschlüssel vergessen habe, was zur Folge hat, wie ich mich – einen Nervenzusammenbruch später – auf der Starbucks Toilette wiederfinde um mich allen ernstes für einen Red Carpet fertig zu machen.

 

Zurück in München merke ich zu allem Überfluss auch noch, dass meine Bürste fehlt und nach gefühlt 100 Terroranrufen bei all den Menschen, mit denen ich in den vergangenen Tagen zu tun hatte, wird mir bewusst ich muss die nächsten zwei Tage wirklich ohne mein Heiligtum auskommen – sprich ich kann mir gleich Dreadlocks machen lassen und einen auf Bob Marley machen, denn genau das würde passieren, wenn ich meine Bürste nicht wiederbekomme.
Das Ganze ähnelt schon beinahe einer existenziellen Krise und ich fange an zu verstehen, wie sich Britney 2007 gefühlt haben muss.
Nicht mit Glatze, aber mit feuchtem Handtuch auf dem Kopf mache ich mich tagsdrauf auf den Weg zu meiner Bürste und spaziere im Diva Look mit LeSpecs Sonnenbrille und roter Biker Jacke durch die Münchner Stadtlandschaft und darf dabei erschreckender Weise feststellen, dass die Menschen mir wirklich weniger irritiert und hasserfüllt entgegen kommen, als wenn ich mein Haar offen trage und ein Lächeln im Gesicht habe.

 

Dieses Tatsache erstmal verdaut, ging es ungeschminkt zur nächsten Veranstaltung. 
Wieso ungeschminkt? Ganz einfach, weil ich meinen Puder bei den Dreharbeiten liegen gelassen habe und nach 20 Uhr jeder Parfümerie schon geschlossen hat.
Glänzend (im wahrsten Sinne des Wortes) darf ich dann vor eine Kamera treten und den ganzen Schwachsinn, der sich in meinem Kopf angesammelt hat, völlig ungefiltert rauslassen. Herzlich willkommen in meinem Leben.
Die Nacht ist kurz, denn am nächsten Morgen um vier Uhr heisst es bereits auf nach Italien, wo die nächsten Aufgaben auf mich warteten – lange Zeit die Sonne zu geniessen, hatte ich jedoch nicht, denn ein paar Stunden später ging es zurück und ich sehe nach ob ich dieses Mal auch wirklich alles beisammen habe und merke, ich mache langsam Fortschritte.
Ich kann manchmal gar nicht in Worte fassen, wie dankbar ich bin, dafür dass sich mein Leben und meine Karriere dem Traum, den ich bereits als kleines Kind hatte, immer mehr anpassen.
Ich bin so glücklich und muss mich selber dazu zwingen stärker zu sein, als das Chaos, das leider schon seit meinem ersten Tag auf Erden in meinem Kopf herrscht.
Dieses Chaos könnte es am Ende nämlich vielleicht doch fertig bringen mir Hindernisse in den Weg zu stellen und davon gibt mir unsere Gesellschaft weiss Gott genug.
Stress, Arbeit oder gar Aufregung sind alles Dinge, mit denen ich super klarkomme und das möchte ich mir jetzt auf keinen Fall kaputt machen, bloss weil ich chronisch zwanzig Minuten hinterher hinke und sich mein Leben konstant um Panikattacken drehen muss, die dadurch verursacht werden, dass ich irgendetwas vergessen oder verloren habe.
Vielleicht gehört das aber auch dazu und man bekommt ab einem bestimmten Bekanntheitsgrad einen persönlichen Assistenten, der die Bewältigung dieses Problems in die Hand nehmen darf.
So oder so, werde ich an mir arbeiten um meinem Traum auch in dieser Hinsicht ein Stücken näher zu kommen.
Selbstverständlich werde ich euch auch weiterhin über diese Entwicklung auf dem Laufenden halten…natürlich nur, wenn ich mich auch weiterhin an mein Blogpasswort erinnere, was unter gegebenen Umständen vielleicht aufschreiben sollte…
…TO… BE … CONTINUED…


Eine Antwort zu “Chaos and the City.”

  1. Esra sagt:

    Hahaa, Chaos King 😛 Aber das kenn ich auch. Habmich vor Kurzem so dermaßen verfahren (in meiner eigenen Stadt!!) dass ich es zu einem wichtigen und unersetzlichen Termin nicht geschafft habe. Mann, war ich fertig!
    Aber egal. Ich wünsche dir ganz bald einen Assistenten 😀
    lg
    Esra

    http://nachgesternistvormorgen.de/

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