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Kolumne: Mein JahresRICblick 2017.

Einen JahresRICblick (ja ich bin nach sechs Jahren bloggen, immer noch ein Fan von diesem Wortspiel – wahrscheinlich genauso sehr wie von Rechtschreibfehlern #sorrynotsorry) zu verfassen ist in meiner Bloggerlaufbahn schon zur Tradition geworden und irgendwie auch eine tolle Gelegenheit um die Erfolgserlebnisse eines Jahres Revue passieren zu lassen, dennoch stelle ich mir die Frage, ob ich dieses Jahr nicht zum ersten Mal mit dieser Tradition brechen sollte? Im vergangenen Jahr ist so viel passiert, dass kein Rückblick der Welt den aufregenden Momenten und Meilensteinen gerecht werden würde, die wir zusammen erleben durften. Vor allem, aber überlegte ich diesen Post auszulassen, weil ich das Gefühl habe nicht mehr der selbe Mensch zu sein, der ich vor 12 Monaten war.Allein optisch betrachtet hat sich in meinem Gesicht so einiges getan und auch auf die Gefahr hin, dass ein Beauty OP Missverständnis zustande kommen könnte, will ich nur darauf hinweisen, dass ich von meinem Bart spreche, der eigentlich aus einem Experiment während einer Reise nach Jerusalem im Mai entstanden ist und seitdem mein konstanter Begleiter geworden ist.
Neben der äusserlichen Wandlung habe ich dieses Jahr auch sehr viele Lektionen erteilt bekommen, von der Welt, die ich jahrelang aus der Ferne vergöttert habe und die ich heute zweifelsohne mein Zuhause nennen darf. Was es bedeutet unter dem Druck zu stehen eine Person der Öffentlichkeit zu sein, wie es sich anfühlt, dass jeder Mensch es sich zum Recht macht einen zu verurteilen und wie ich mich selber an diesen Erfahrungen weiterentwickle, sind nur einige davon.Wenn ich auf dieses Jahr zurückblicke verschwimmen manche Bilder, weil so viele Dinge auf einmal passiert sind, dass sie chronologisch zu ordnen schier unmöglich scheint. Was jedoch bleibt und das klarer, denn je, ist das Gefühl von Dankbarkeit. Es gibt so viele Dinge, für die ich dieses Jahr dankbar bin. Ich bin in eine neue Wohnung gezogen, die mein erstes Zuhause seit meinem Auszug aus meinem Elternhaus vor fünf Jahren darstellt und habe medial ein Jahr hinter mir, von dem der Junge, der ich war, als ich diesen Blog startete nur träumen hätte können. Ich habe meine erste eigene TV Show auf E! Entertainment bekommen, die sich als die erfolgreichste Eigenproduktion des Senders herausstellte und habe meine ersten Awardshows moderieren dürfen. Ich habe die halbe Welt bereist und Dinge gelernt, von denen ich nicht mal wusste, dass sie mich interessieren würden.
Ich habe meinen ersten Award bekommen – Bester internationaler Blog und habe so viele von meinen Träumen in die Tat umsetzen können. Ich habe mich getraut immer wieder aus meiner Komfortzone herauszutreten und mich neuen Herausforderungen gestellt, die weit mehr beinhalteten, als ich mir vor noch 12 Monaten zugetraut hätte und habe während dieser aufregenden Reise festgestellt, wie dankbar ich für die Unterstützung von Menschen bin, die in mir einfach mehr sehen, als einen komischen Jungen.
Seinen Traum zu leben – nicht nur darüber zu schreiben, sondern es wirklich vorzuleben, mit allen Emotionen und all dem Chaos –  als jemand, der nicht unbedingt konform ist mit den Idealen, die diese Gesellschaft vorgibt, ist in der heutigen Gesellschaft ein grosses Privileg und ich hoffe sehr dadurch Menschen inspirieren zu können an die Dinge zu glauben, die sie schaffen möchten.
Der ganze Erfolg, den ich nicht nur im letzten Jahr, sondern, in den letzten sechs Jahren, die ich diesen Blog jetzt schon schreibe, verbuchen konnte, ist für mich nur halb so bedeutend, wenn der Junge, der ich damals war und den es heute da draussen immer noch zu Haufen gibt, immer noch nicht die Strasse entlang gehen könnte, ohne beschimpft zu werden. Aus diesem Grund lautet mein Motto nach, wie vor mich dafür stark zu machen und den Menschen nicht nur nahe zu legen ihr Leben nach den eigenen Regeln zu gestalten, sondern auch vorzuleben, wie toll das Leben sein kann, wenn man es schafft sich in einer Gesellschaft voller Negativität mehr zu lieben, als die Meinung anderer.

In diesem Sinne – Vielen Dank für alles und ein HAPPY NEW YEAR!



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