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Kolumne: Von Heulkrämpfen auf öffentlichen Toiletten und echten IT-Girl Momenten – meine Berlin Fashionweek.

Ich weiss, dass ich als sogenannter Influencer (ein Wort, das ich gar nicht mag) natürlich komplett digitalisiert lebe und meinen Alltag für viele Menschen virtuell zugänglich mache und trotzdem oder vielleicht gerade deswegen sehnt man sich in dieser Welt ab und an nach etwas echtem, etwas, das man anfassen kann, etwas wie ein richtiges Bild zwischen den 1000 Selfies auf seinem Handy. Gerade in einer Woche, wie der Fashionweek wo ich bis zu 38 Bilder und 350 (!) Snaps pro Tag mit der Welt geteilt habe, war es schön zwischendrin den ein oder anderen Moment oder ein besonderes Outfit mit einer meiner drei Instax Sofortbild Kameras zu dokumentieren. (wobei das eine ein Instax Sofortbilddrucker fürs Smartphone ist und keine Kamera)
Die Berlin Fashionweek funktioniert dabei ähnlich, wie eine Sofortbild Kamera für mich. Es ist super viel los, ein Ding nach dem anderen passiert, so viele Menschen sind um einen herum und man durchlebt so viele besondere Momente, das man kaum hinterkommt das alles zu dokumentieren. Und gerade zwischen Fan Bildern und Laufsteg Impressionen, möchte man inne halten und den Moment trotz aller Verwöhntheit, trotz permanent gefülltem Kalendar wertschätzen und ihn mit einem Sofortbild verewigen.

In dieser Woche wäre ich mit dem Filmwechseln gar nicht mehr hinterhergekommen, weil einfach so viel passiert ist – ein Highlight jagte das nächste und obwohl mein Alltag von so vielen tollen Momenten durchzogen ist, fiel es mir schwer wirklich zu begreifen, dass ich der jenige war, dem dieses Privileg zu Teil wurde. Ich durfte Stars wie Kate Moss oder Drew Barrymore treffen und zwischendrin bemerken, dass ich selber zu dem Geschehen geworden bin, das die Fashionweek ausmacht. Durfte Kreationen von Designern tragen, die dafür sorgten, dass mir mein eigenes Spiegelbild die Knie weich werden liess. Ich meine, in was für einem anderen Leben hätte ich sonst die Chance so etwas, wie diesen Cape-Anzug von Lana Mueller zu tragen, wenn nicht in diesem?Damit zu laufen war übrigens gar nicht so einfach, da das ein Teil ist, das eigentlich für Frauen, die Grösse 34 tragen designt wurde, bekam ich die Hose nämlich gerade so über meinen Hintern – was sehr zur Belustigung der Fotografen führte, mir aber nur das Gefühl gab ein echtes It-Girl zu sein. (man sah nämlich meine Unterwäsche, aber hey – immerhin trug ich welche!)
Und zu einem solchen gehören natürlich auch stets perfekte Haare, für die mir das Team meiner La Biosthétique Paris Familie immer zu Seite stand und sei es Backstage bei der Marc Cain Show, als auch morgens um sieben Uhr vor jedem Event, dafür sorgte, dass die Haare in gewohnte Perfektion zurückversetzt wurden. Ein Service, für den ich so dankbar bin, denn während andere damit beschäftigt waren die Aftershowpartys aufzumischen, bin ich meist schon früh nach Hause und musste den Tag digital vorbereiten – was hier und da auch schon mal dafür sorgte, dass ich die Nächte über einfach gar nicht geschlafen habe. Um genau nicht danach auszusehen, suchte ich jeden Morgen Zuflucht in den Händen meiner La Biosthétique Friseure, die mich dann davor retteten einen Britney Spears 2007 Moment zu durchleben.Diese Schlaflosigkeit war es auch, die mich vielleicht auch ein wenig überemotional werden liess – irgendwann fand ich mich beispielsweise auf einer Toilette weinend wieder, weil ich so glücklich war. Ich meine Dankbarkeit hin oder her, aber wäre ich in dem Moment neben mir gestanden, hätte ich mich wahrscheinlich für völlig verrückt gehalten.
Völlig verrückt war auch das Gefühl erneut auf dem Laufsteg für SADAK zu sein, eine meiner absoluten Lieblingsshows während der Berlin Fashionweek. Die Show kann man sich übrigens HIER kostenlos ansehen.
Wenn ich auf diese Woche zurückblicke ist es schon verrückt, was sich alles seit meiner allerersten Fashionweek vor vier Jahren getan hat. Damals bekam ich freie Stehkarten und klaubte mir meine Outfits in sämtlichen Second Hand Läden zusammen. Jetzt ein ganzes Team zu haben, das hinter mir steht, mich unterstützt und mir hilft, ist ein total unwirkliches Gefühl. Genau wie die Tatsache plötzlich für einen Weg von fünf Minuten eine Stunde zu brauchen, weil man ständig beschäftigt ist Fotos zu machen oder Interviews zu geben. Und ich erzähle euch das nicht um anzugeben, sondern um euch zu motivieren, denn ich weiss nicht wie es euch geht, aber als ich mit den Sachen angefangen habe, die ich heute mache, war ich mein einziger Supporter und dieser eine reicht manchmal aus um etwas zu schaffen, das grösser wird, als man es sich hätte vorstellen können.
Trotz aller Glücks-Momente hatte diese Woche es wirklich in sich.
Mit 13 Outfitwechseln und gefühlt 100 Shows und Events war das selbst für mich eine chaotische Woche und die Koordination dahinter – das, was niemand sieht, oft eine riesige Herausforderung. Dennoch würde ich nicht den damit verbundenen Stress als das nennen, was mich an der Fashionweek stört, sondern die Menschen, die sich darüber beschweren. Mein Kalendar ist wirklich voll und wenn ich etwas verpasse, bekomme ich richtig Ärger, weil da oft viel mehr hinter steckt, als man denkt und ich würde es nie wagen mich darüber aufzuregen, weil es trotz allem ein Privileg bleibt Teil dieser Welt zu sein und sie mitgestalten zu dürfen. Wenn ich dann erlebe, dass Menschen, die das eigentlich nur aus Freude machen, jede Gelegenheit nutzen um sich zu beschweren, kann ich mir das einfach nicht mehr anhören. Die Fashionweek in Berlin wird so oft belächelt ist aber so eine grossartige Sache, für die so viele Menschen hart arbeiten und wer das nicht sieht, sollte zu Hause bleiben. Ich verstehe sowieso nicht wovon die Menschen sprechen – auch wenn sich immer alle über die Oberflächlichkeit der FW aufregen, empfinde ich genau solche Aussagen als oberflächlich – ich für meine Teil habe eine Woche hinter mir, die voll von Begegnungen mit Menschen war, die mich unglaublich inspiriert haben, sei es mit den Outfits, die sie gezeigt haben oder mit dem unerschütterlichen Willen für ihren Traum zu arbeiten oder mit den Worten, die sie gesprochen haben und genau als solches möchte ich die Fashionweek in Erinnerung behalten – als Inspiration und Motivation noch härter, noch besser und noch dankbarer zu arbeiten und sich selbst über die Meinung anderer zu stellen, denn Fashionweek hin oder her – das ist etwas, das nie aus der Mode kommen wird.Alle meine Outfits mit Details gibt es auf meinem Instagram Account @riccardosimonetti

Zu den La Biosthétique Paris Salons geht es hier.

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3 Antworten zu “Kolumne: Von Heulkrämpfen auf öffentlichen Toiletten und echten IT-Girl Momenten – meine Berlin Fashionweek.”

  1. Nicole sagt:

    Sehr sehr schön geschrieben 😍❤

  2. Flora sagt:

    wow also deine blogposts sind wirklich sehr sehr schön zu lesen!

  3. Farina sagt:

    Toll geschrieben, endlich mal jemand der am Ende nicht darüber redet wie schlimm die Fashion Week war! Positiv denken ist alles 🙂
    Liebst,
    Farina

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